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Der Einfluss von Tageslicht auf unseren Schlaf

Ein langer Tag im Büro liegt hinter dir und die Sonne hast du heute kaum gesehen. Am Abend fühlst du dich zwar müde, doch sobald du im Bett liegst, bist du hellwach und die Gedanken kreisen – an Einschlafen ist nicht zu denken. Was viele nicht wissen: Tageslicht ist der stärkste Taktgeber für unseren Schlaf-wach-Rhythmus und trägt massiv zu unserer Schlafqualität bei. Die Hintergründe und wie du deinen Biorhythmus perfekt an die Tageszeiten anpassen kannst, erfährst du hier.

von CALIDA

11. Februar 20264 Min. Lesezeit

Helles Tageslicht, das durch ein Fenster auf eine Zimmerpflanze strömt – symbolisiert, wie natürliches Licht unseren Schlafrhythmus beeinflusst

Tageslicht stärkt deine innere Uhr, reguliert Hormone und schafft die Basis für erholsamen Schlaf.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • Spezielle Zellen in der Netzhaut unserer Augen nehmen Tageslicht wahr und leiten Informationen über die Tageszeit direkt ans Gehirn weiter, wo unsere innere Uhr sitzt.

  • Die biologische Uhr steuert Millionen molekularer Uhren in jeder Körperzelle. So werden Körpertemperatur, Hormonausschüttung und Schlafdruck gesteuert.

  • Das Zusammenspiel der Hormone Serotonin und Melatonin bestimmt über unsere Müdigkeit. Die Hormonspiegel sind dabei abhängig von Licht bzw. Dunkelheit.

So wirkt sich Tageslicht auf Augen, Gehirn, Hormone & Nervenzellen aus

Lange Zeit hat man den Einfluss von Licht auf uns Menschen unterschätzt. Heute wissen wir: Ohne ausreichend Tageslicht gerät unsere innere Uhr aus dem Takt – mit spürbaren Folgen für Schlaf, Gesundheit und Wohlbefinden.

Dabei steuert Licht unseren Biorhythmus, hebt die Stimmung, steigert die Aufmerksamkeit und verbessert sogar unsere Produktivität. Doch Tageslicht ist weit mehr als nur hell oder dunkel – denn während wir mit offenen Augen durch die Welt gehen, laufen im Hintergrund Prozesse ab, die nichts mit dem visuellen Eindruck zu tun haben.

Ganglienzellen leiten Informationen über die Tageszeit ans Gehirn weiter

In unserer Netzhaut gibt es verschiedene Arten von Fotorezeptoren. Während die klassischen Stäbchen und Zapfen dafür sorgen, dass wir Farben, Details und Bewegungen wahrnehmen, gibt es in der Netzhaut einen weiteren, unbekannteren Zelltyp: die retinalen Ganglienzellen.

Diese speziellen Zellen sind darauf spezialisiert, kurzwellige Anteile des Tageslichts zu erfassen, die oft auch als blaues Licht bezeichnet werden. Ihre Aufgabe: Sie extrahieren wichtige Informationen über die Tageszeit aus unserer Umgebung und leiten diese direkt an die innere biologische Uhr im Gehirn weiter.

So funktioniert die innere Uhr unserer Nervenzellen & Organe

In jeder Zelle unseres Körpers ticken winzige Uhren. Um diese Millionen molekularen Uhren synchron zu halten, haben wir eine zentrale Uhr im Gehirn – genauer gesagt im Hypothalamus. Wie der Dirigent eines Orchesters informiert er jede Zelle über die Tageszeit und reguliert so Körperprozesse im Einklang mit dem Tag-Nacht-Rhythmus.

Die Folge: Unsere Körpertemperatur steigt morgens an und sinkt abends. Gleichzeitig werden Hormone zur richtigen Zeit ausgeschüttet, um uns wach und aufmerksam oder müde und schläfrig zu machen. Dieses Zusammenspiel zwischen unserem inneren Biorhythmus und der äusseren Umweltzeit funktioniert nur, wenn der Körper Informationen über die Tageszeit erhält – und zwar durch Tageslicht.

Das Zusammenspiel aus Serotonin & Melatonin

Zwei Hormone spielen beim Schlaf-wach-Rhythmus die Hauptrolle: Serotonin und Melatonin. Serotonin gilt dabei als Glückshormon – und je mehr Licht wir tagsüber abbekommen, desto mehr Serotonin produziert unser Körper. Melatonin hingegen ist das Schlafhormon. Es macht uns müde und fördert das Einschlafen. Die Zirbeldrüse schüttet es vor allem bei Dunkelheit aus.

Das Besondere: Melatonin wird zu grossen Teilen aus Serotonin gebildet. Erhält unser Körper zu wenig Tageslicht, wird also weniger Serotonin und folglich auch weniger Melatonin gebildet. Schlafprobleme, Tagesmüdigkeit, verminderte Leistungsfähigkeit und sogar depressive Verstimmungen können die Folge sein.

Weichheit, die dich durch die Nacht trägt

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So passt du deinen Biorhythmus an die Tageszeiten an

Kannst du dich an die Tage in deiner Kindheit erinnern, an denen du den ganzen Tag draussen unterwegs warst? Dann kennst du bestimmt dieses wunderbare Gefühl der körperlichen Erschöpfung, die einen am Abend erfüllt. Das liegt nicht nur an der Bewegung oder der frischen Luft, sondern in erster Linie am Tageslicht.

Studien zeigen: Je mehr natürliches Licht wir abbekommen, desto leichter fällt das Einschlafen am Abend und desto besser ist auch die Schlafqualität. Und um diese zu fördern, kannst du einiges tun. Der Schlüssel liegt dabei im bewussten Umgang mit Licht und Dunkelheit über den Tag verteilt.

Hier unsere Tipps für eine Tagesgestaltung, die unsere biologische Uhr und Umwelt in Einklang bringen:

  • Morgens: Geh so früh wie möglich nach draussen – am besten direkt nach dem Aufstehen. Schon 30 Minuten Tageslicht reichen aus, um die Serotoninbildung anzukurbeln und deinen Körper auf Aktivität zu schalten.

  • Tagsüber: Versuche, möglichst viel Zeit in hellen Räumen mit natürlichem Licht zu verbringen. Stell deinen Schreibtisch ans Fenster oder geh in der Mittagspause raus. Selbst bei bedecktem Himmel ist das Licht draussen deutlich stärker als künstliche Beleuchtung.

  • Abends: Sorge für gedimmtes Licht und vermeide Bildschirmzeit mindestens 30 bis 60 Minuten vor dem Schlafengehen. Das blaue Licht von Handy, Laptop und TV hemmt die Melatoninproduktion und hält dich wach.

  • Nachts: Sorge für vollständige Dunkelheit im Schlafzimmer. Verdunklungsvorhänge oder eine Schlafmaske helfen dabei, die Ausschüttung von Melatonin zu fördern und durchzuschlafen.

Lichttherapie bei Schlafstörungen: Tageslichtlampen vs. natürliches Licht

Bei hartnäckigen Schlafproblemen, Schichtarbeit, Jetlag oder in den dunklen Wintermonaten kann eine Lichttherapie mit speziellen Tageslichtlampen helfen. Diese Lampen haben eine Beleuchtungsstärke von 10.000 Lux und simulieren so das natürliche Tageslicht.

Bei dieser Lichttherapie positionierst du dich für etwa 30 Minuten vor der Lampe; am besten morgens zwischen 6 und 10 Uhr. So passt du deine innere Uhr optimal an die Tageszeit an.

Aber: Echtes Tageslicht ist und bleibt die beste Lösung. Denn draussen erhältst du nicht nur Licht, sondern auch frische Luft und Bewegung – Faktoren, die zusätzlich zu besserem Schlaf beitragen. Tageslichtlampen sind daher ein wertvoller Helfer, ersetzen jedoch nicht den täglichen Gang nach draussen.

Fazit

Tageslicht ist der stärkste Taktgeber unserer inneren Uhr und hat direkten Einfluss auf unseren Schlaf. Spezielle Ganglienzellen in der Netzhaut leiten dabei Informationen über die Tageszeit ans Gehirn weiter, wo Millionen von molekularen Uhren in unseren Zellen synchronisiert werden.

Das Zusammenspiel aus Serotonin und Melatonin bestimmt währenddessen, ob wir wach oder müde sind – und dieses Gleichgewicht lässt sich nur mit ausreichend Tageslicht aufrechterhalten. Mit mindestens 30 Minuten natürlichem Licht pro Tag und bewusster Dunkelheit am Abend schaffst du optimale Voraussetzungen für erholsamen Schlaf.

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